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Chiemgau Thermen Bad Endorf bleiben auf Stand-by im Hotspot-Lockdown

Bad Endorf, 25.11.2021 - Auch die Chiemgau Thermen mit dem PROMOVEO Fitnesszentrum mussten am 24. November wegen des regionalen Hotspot-Lockdowns im Landkreis Rosenheim zum mittlerweile 3. Mal schließen. „Wir haben unseren Betrieb weitgehend wieder komplett runtergefahren, lediglich die Wassertemperaturen werden derzeit nur auf ein Stand-By-Maß gesenkt, was uns ein schnelles Hochfahren ermöglicht“ erklärt Markus Füller, Geschäftsführer der Chiemgau Thermen.

Die Wassertemperaturen in den Innen- und Außenbecken wurden reduziert sowie weitere Maßnahmen getroffen, um Energiekosten zu sparen. Das Wasser wird - wie auch beim letzten Lockdown von November 2020 bis Juni 2021 - nicht aus den Becken abgelassen. Für den Großteil der etwa 90 Mitarbeitenden wurde wieder Kurzarbeit beantragt. „Die Wut und Enttäuschung der Mitarbeiter/innen, nach Monaten politischen Stillstands, in denen wir als Therme jedes Hygiene- und Betriebskonzept akribisch ohne Beanstandungen der Behörden umgesetzt und einen sicheren Raum nachvollziehbar ohne Ansteckung geschaffen haben, wieder als erste in den Lockdown gehen zu müssen, ist mehr als greifbar und verständlich,“ sagt Füller.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Der regionale Hotspot-Lockdown gilt vorerst bis 15. Dezember. Wenn die Inzidenz-Werte fünf Tage unter 1000 liegen und die Hotspot-Regel dann wegfallen würde, werden die Chiemgau Thermen schnellstmöglich wieder öffnen. „Wir warten alle händeringend darauf, gemeinsam schnell wieder anpacken zu dürfen und die im Sommer vorübergehend so positive Entwicklung fortzuführen,“ bekräftigt Füller. Doch er hat auch die Zahlen im Hinterkopf. Von "Normalbetrieb" und Wirtschaftlichkeit kann keine Rede sein. Bei einer Wiederöffnung werden die 2G-Plus Regel und zusätzliche Besucherobergrenzen gelten. „Wirtschaftlich rentabel ist das, bezogen auf den reinen Thermenbetrieb, an vielen Tagen voraussichtlich nicht. Die Entscheidung, trotzdem sehr schnell wieder zu öffnen, hat auch immer mit unserem PROMOVEO Fitnesszentrum und den weiteren Konzerntöchtern wie dem Thermenhotel Ströbinger Hof und den Beherbergungsbetrieben in Bad Endorf zu tun. Es ist aber zu befürchten, dass die Besucherzahlen bei einem 2G-Plus Betrieb weniger als 50 Prozent der Vergleichszahlen 2019 betragen werden. Hinzu kommen steigende Energie-, Personal- und Rohstoffkosten sowie der Mehraufwand durch die Corona-Auflagen, die es zusätzlich zu stemmen gilt,“ gibt Markus Füller zu bedenken.

GWC-Konzern setzt ein Zeichen

Betroffen von der Hotspot-Regelung ist neben den Chiemgau Thermen auch das Thermenhotel Ströbinger Hof****. Um die Gehaltseinbußen bei den Mitarbeitenden in der Therme und im Thermenhotel zu reduzieren und um ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen, stockt der Konzern, die Gesundheitswelt Chiemgau (GWC) AG, das staatliche Kurzarbeitergeld in Absprache mit den Betriebsräten um 20 % auf. Eine schnelle Öffnung sei allerdings beim Hotel schwieriger umzusetzen, als bei der Therme, die bräuchten mehr Vorlaufzeit. "Wir können im Moment nur auf Sicht fahren und Schritt für Schritt entscheiden“; sind sich die Verantwortlichen einig.

Foto (Chiemgau Thermen Webcam): Abgedeckte Außenbecken bei eigentlich perfektem Thermenwetter